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Wofür wir stehen – Sexualaufklärung in Schulen

Worum geht's?

Sexualaufklärung ist eine Aufgabe der Schulen und der Familien. Es geht darum, Kindern und Jugendlichen ihrem Alter entsprechend Antworten auf ihre Fragen rund um Liebe, Freundschaft, Pubertät, Geburt und vieles mehr zu geben. Kinder und Jugendliche sollen eine angemessene Sprache für körperliche und sexuelle Vorgänge finden, um darüber reden und ihre Erfahrungen einordnen zu können.  

Im Idealfall arbeiten Schulen und Elternhäuser zusammen. Eltern sollten über die Sexualaufklärung in Schulen informiert sein und eingebunden werden. Hier finden Sie Tipps und Material dazu.

Ziele: Selbstbestimmung und Anerkennung

Ziele der Sexualaufklärung sind grundlegend:

  • ein selbstbestimmtes Handeln
  • die Stärkung des Sozialverhaltens
  • die Weiterentwicklung der kognitiven, sozialen und emotionalen Fähigkeiten
  • die Förderung der Entwicklung einer eigenen Identität und eigener Interessen

Kinder und Jugendliche sollen selbst bestimmen und entscheiden – zum Beispiel darüber, wer ihnen nahe sein darf, welche Berührungen sie als angenehm empfinden und welche nicht. Die Wissensvermittlung sowie die Kommunikation im Rahmen der Sexualaufklärung dienen zudem dem Schutz vor sexualisierter Gewalt.

Kinder und Jugendliche sollen lernen, Unterschiede zwischen Menschen anzuerkennen und zu achten. Geschlecht, Herkunft oder Behinderung, sexuelle Orientierung oder die geschlechtliche Identität dürfen keine Gründe für Ausgrenzung oder Abwertung sein.

Heranwachsende werden darin bestärkt, Verantwortung in Bezug auf Freundschaft, Partnerschaft Sexualität und Verhütung zu übernehmen.

Inhalte

Die Inhalte der Sexualaufklärung sind alters- und entwicklungsabhängig. Grundsätzlich ist durch die individuellen körperlichen und seelischen Entwicklungsstände der Jungen und Mädchen eine hundertprozentige Altersklassifzierung nicht möglich.

Typische Inhalte der Sexualaufklärung in der Grundschule sind:

  • Fortpflanzung
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Mädchen und Jungen
  • Vorbereitung auf die körperlichen und seelischen Veränderungen in der Pubertät
  • Körperhygiene

Typische Inhalte der Sexualaufklärung in der weiterführenden Schule sind:

  • Verhütung
  • Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI)
  • die körperlichen und seelischen Veränderungen des männlichen und weiblichen (und ggf. intergeschlechtlichen) Körpers in der Pubertät.
  • Freundschaft und Partnerschaft
  • sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität

Sexualaufklärung dockt jedoch an die Fragen der Kinder und Jugendlichen an. Zur Sexualaufklärung gehört es daher, über Themen, Interessen, Sorgen und Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen zu sprechen. Das können bei Kindern und Jugendlichen völlig unterschiedliche Dinge und Fragen sein. Zum Beispiel: „Was passiert mit meinem Körper in der Pubertät?“ „Bin ich gut, so wie ich bin?“ „Was kann mir im Internet passieren?“ „ Wie merke ich, ob der oder die andere mich mag?“ Ist es normal, dass meine Schamlippen unterschiedlich groß sind“?  „Was sind eigentlich Pornos?“ usw.

Herangehensweise

Sexualaufklärung achtet die Intimsphäre der Schülerinnen und Schüler und respektiert ihr Schamgefühl. Die richtige Balance zwischen Offenheit und Rücksichtnahme muss dabei für jede Klasse neu austariert werden, je nachdem, welche kulturellen, religiösen und kognitiven Hintergründe es in der Klasse gibt. Über vieles möchten Kinder und Jugendliche nicht sprechen. Auch nicht mit ihren Eltern oder Lehrerinnen und Lehrern. Ein Hinweis auf spezifische Beratungsstellen ist hier angezeigt.

Für Kinder ab der Pubertät gibt es Antworten, Infos und Gelegenheit, sich anonym auszutauschen, auch auf der Webseite loveline.de, die vielfältig im Unterricht eingesetzt werden kann.

Hintergrund

Unser Material und unsere Empfehlungen basieren auf dem Rahmenkonzept zur Sexualaufklärung Jugendlicher, das unter Beteiligung aller Bundesländer erarbeitet und verabschiedet wurde.